Fairtrade Blumen - Wozu überhaupt ?

Ob zum Valentinstag, Muttertag, dem Internationalen Frauentag oder einfach nur zwischendurch - es gibt viele Anlässe zum Verschenken fair gehandelter Blumen.

Welche Geschichten stecken hinter den Rosen, die wir verschenken?

Gut 80 Prozent unserer Schnittblumen werden importiert, denn die heimische Blumenproduktion kann die Nachfrage nicht decken.

Sie werden in Ländern wie Kenia, Äthiopien, Tansania, Ecuador oder Kolumbien angebaut – leider oft zu menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen. Geringe Löhne, keine Schutzkleidung gegen Pestizide, keine festen Arbeitsverträge, fehlende soziale oder gesundheitliche Absicherung stehen häufig auf der Tagesordnung.

Fairtrade schützt die Rechte von Beschäftigten auf Blumenfarmen und stärkt sie langfristig. Mit der Fairtrade-Prämie für Gemeinschaftsproprojekte, Mitbestimmung, sicheren Arbeitsverträgen und Transparenz unterstützt Fairtrade Blumenpflückerinnen wie Evagerine Wamuyu aus Kenia darin, ihre Rechte auf ein selbstbestimmtes Leben und auf sichere Arbeitsbedingungen einzufordern. 

Fairtrade-Prämie für Gemeinschaftsprojekte

Importeure zahlen für Fairtrade-Blumen einen festgelegten Aufschlag, die Fairtrade-Prämie. Sie entspricht zehn Prozent des Ausfuhr-Preises (FOB). Dieses Geld kommt direkt der Arbeiterschaft zugute. Eine Vertretung der Arbeiterinnen und Arbeiter – das Fairtrade-Prämien-Komitee –  entscheidet gemeinschaftlich und in demokratischen Prozessen über die Verwendung der Prämiengelder zum Wohle der Arbeiterinnen und Arbeiter, ihrer Familien und Gemeinden.

Managementvertreter gehörten ebenfalls dem Prämien-Komitee an, haben aber nur beratende Funktion und kein Stimmrecht außer bei offensichtlich  betriebsschädigender Verwendung der Fairtrade-Prämie – in diesem Fall dürfen sie ein Veto einlegen.

 

Die Prämie darf nicht für Kosten bereits bestehender Betriebsabläufe verwendet werden. Sie muss Projekte fördern, die dazu dienen, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten zu verbessern. 


Desweiteren gelten folgende Regeln: 

 

  • Die Löhne müssen mindestens so hoch sein wie die branchenüblichen Tariflöhne oder die gesetzlichen Mindestlöhne - je nachdem welche höher liegen. Liegen diese unterhalb existenzsichernder Löhne, muss es kontinuierliche jährliche Lohnerhöhungen bis zum Erreichen existenzsichernder Löhne geben. Diese Lohnerhöhungen müssen mit einer unabhängig gewählten Arbeitnehmervertretung ausgehandelt werden.
  • Eigenverantwortliche und demokratische Entscheidung des Prämien-Komitees über die Verwendung der Prämie
  • Geregelte Arbeitszeiten und vereinbarte Sozialleistungen für Beschäftigte
  • Maßnahmen zum Gesundheitsschutz und zur Arbeitssicherheit: beschränkter Gebrauch von Agrochemikalien und Verbot von hochgiftigen Pestiziden
  • Förderung des Umweltschutzes

 

Offizieller Fairtrade
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